21. Juni 2019

Eingebootet: Unsere Besten befahren die Unstrut



Die Teilnehmer/innen unserer Einrichtung, welche am 20.07.2019 für ihre hervorragenden Leistungen und ihre Zuverlässigkeit während ihrer Ausbildungszeit ausgezeichnet wurden, trafen sich zusammen mit den JBF-Mitarbeitern Romy Seifert, Klaus Winkelmann und Marko Eck am nächsten Morgen an der Bushaltestelle im Rieth. Ausschlafen und bei bestem Sommerwetter auf den Bus warten - anstatt Werkstatt oder Unterrichtsraum - so be‍gann das Abenteuer, was sich die Jugendberufsförderung als Belohnung für die Jugendlichen ausgedacht hat: Ab in die Natur und mit Kanus ein bisschen auf der Unstrut schippern.

08.45 Uhr kam der Bus, mit dem fuhren wir bis Vehra. Von dort liefen wir bis zum Stausee, zum Kanuverleih „Nanu-Kanu“, wo unsere Delegation von Kanu-Uwe über die Handhabung der Boote eingewiesen wurde. Nach ein bisschen „Trocken-Paddeln“ durften wir uns aussuchen, wer mit wem im Kanu fahren will. Und welch Wunder - wir wurden uns dabei schnell einig. Die Boote wurden auf ei‍nen Anhänger geladen und dann ging es endlich aufs Wasser. „Einbooten“ heißt das.

Die nächste Herausforderung bestand darin, dem Verlauf der Unstrut zu folgen. Das war gar nicht so einfach, denn die Paddel und Boote verhielten sich im Wasser anders als bei den Übungen an Land. Es gibt nämlich auch Strömungen im Wasser, gegen die man ansteuern muss. Will man zum Beispiel nach rechts („in Fahrtrichtung rechts“ nennt man „Backbord“) müssen die „linken“ Paddler mehr ran. Es dauerte etwa eine Stunde, bis die meisten den Dreh raus hatten und dahin fuhren, wo‍hin sie auch wollten.



Kanu Uwe, ließ zwei von uns nach etwa 500 Metern „umbooten“. Zwei Personen mussten von einem Boot über die dazwischen liegenden Boote hinweg jeweils in ein anderes Boot wechseln. Natürlich wollte keiner nass werden oder gar, dass ein Boot kenterte und damit alle ein unfreiwilliges Bad hätten nehmen müssen. Koordiniertes Bewegen auf wackelnden Booten war gefragt. Es war sehr witzig. Und wir haben es gemeistert!

Dann konnten wir die Aussicht genießen, man ist der Natur da so nah. Es gibt auch einen alten, märchenhaften Weiher, in dem einer Sage nach der letzte König von Thüringen den Unstrut-Schatz versteckt hat. Wir haben ihn leider nicht gefunden. Diese Fahrt wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Nachmittags waren wir wieder zurück und nach dem Verstauen der Boote wurde bei Kanu-Uwe der Grill angeworfen. Im schönen Ambiente des Hofes werteten wir die Kanutour aus. Gegen 15 Uhr war es Zeit, wieder den Heimweg anzutreten - mit dem Bus von Vehra zurück nach Erfurt.

Vielen Dank für dieses schöne Erlebnis!