Nass gestartet und Herzen gewonnen

Vorbereitung ist alles – das dachten sich zehn Auszubildende und Teilnehmende aus den Bereichen Holztechnik, Metalltechnik, Hauswirtschaft, Lagerbereich, BvB und ALA und fuhren mit Herrn Bilke und Herrn Bohne bereits eine Woche vor dem Drachenbootrennen in Magdeburg zum Trainieren an den Hohenwarte-Stausee. Am Campingplatz Saalthal-Alter erwartete die Gruppe bei strahlendem Sonnenschein und sagenhaften 37 Grad ideale Bedingungen, um Boot, Paddeltechnik und Schlagrhythmus einzuüben. Nach dem schweißtreibenden Training mit genügend Schatten- und Trinkpausen gab es eine wohlverdiente Abkühlung im „Thüringer Meer“ zur Freude aller Badelustigen.

Der 1. Juli, der Wettkampftag, begann im Gegensatz dazu schon am Morgen mit Gewitter und Platzregen, der über die Gruppe hinwegzog und fast alle schon vor der Abfahrt durchnässte. Auch die Fahrt nach Magdeburg verzögerte sich durch Starkregen entsprechend. Immerhin konnte Nässe danach niemandem mehr etwas anhaben.

In Magdeburg angekommen, stand erst einmal Organisatorisches auf dem Programm, gefolgt von einem Aufwärmprogramm, bei dem sich langsam die Anspannung löste. Insgesamt traten sechs Teams aus Sachsen-Anhalt und Thüringen gegeneinander an. Jedes Team bestritt drei Rennen, gewertet wurde jeweils die schnellste Zeit. Und die Boote, mit denen die Rennen bestritten wurden, waren eine echte Augenweide: geschnitzte Drachenköpfe am Bug, die dem Rennen seinen Namen alle Ehre machten.

Zwischen den Läufen wurde außerdem Leitergolf angeboten. Dieses Mal nicht als Wettkampf, sondern eher als lockere Abwechslung, denn für einen richtigen Turnierdurchlauf reichte die Zeit nicht und der Fokus lag klar auf dem Drachenbootrennen. Zur Stärkung gab es am Mittag Nudeln mit Würstchen-Tomatensoße und reichlich zu trinken – bei der Anstrengung auf dem Wasser auch dringend nötig. Von Rennen zu Rennen wurde das Team der Jugendberufsförderung (Kampfname „Die Puffbohnen“) spürbar besser: Das Boot wankte weniger, der Schlagrhythmus saß, und alle gaben nochmal richtig Vollgas.

Am Ende reichte es nach offizieller Zeitmessung zwar „nur“ für den finalen Platz, aber auch dafür gab es eine schicke Medaille. Doch inoffiziell kürten sie sich selbst zum Sieger der Herzen: Als Team mit der weitesten Anreise und der wohl inklusivsten Besetzung.

Text, Fotos: Alexander Bohne

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